Werte-Werke

Kunstwerke und Kreativwerte

Kürbisperspektive

17. Oktober 2016
nach Birgit
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Raus mit Euch!

Der Herbst war schon immer eine meiner Lieblingsjahreszeiten, denn es wird bunt!

Wer verbindet die glatten, frischgeborenen Kastanien nicht sofort mit der Kindheit und der großen Freude des Findens und Fühlens. Wie unfassbar schön ist das Laubwerk! Ein fulminantes Farbspektakel zum Ende des Jahres, als ob es noch einmal darum ginge, unsere Farbbatterien vor dem Winter aufzuladen.

Das allein genügt sicher schon, um sich die Mütze auf die Ohren zu ziehen und rauszumarschieren. Wer nun denkt, dass zwischen den Ohren noch ein paar rationelle Gründe benötigt werden, findet sie hier:

Zuerst einmal ganz banal die Tatsache, dass du durch Bewegung vielerlei Leiden quasi einfach davonläufst.

Ist es nicht unglaublich, dass regelmäßiges Spazierengehen (fünf Mal pro Woche à 30 Minuten)

  • Stress schon nach 10 Minuten lindert
  • Müdigkeit verfliegen lässt
  • Das Immunsystem stärkt
  • Das Alzheimerrisiko halbiert
  • Das Risiko für viel Krebsarten senkt
  • Das Risiko für grünen Star reduziert
  • Heisshungerattaken auf Schokolade mäßigt usw. usw.

Was ich bis vor kurzem nicht wusste, ist, dass die entspannende Wirkung der Natur so intensiv wirkt, dass wir uns nicht mal in ihr aufhalten müssen um ihre Wirkung nutzen zu können. STOP das ist keine Aufforderung sich nicht zu bewegen sondern lediglich ein weiterer Aspekt!

Also bereits beim Betrachten von Bildern der Natur, reduzieren sich Blutdruck, Herzfrequenz, Muskelspannung, Hautleitfähigkeit und Cortisolspiegel. ..und noch mehr. Der Anblick von Naturlandschaften verstärkt zudem positive Gefühle, verbessert die geistige Mobilität und verlangsamt kognitive Ermüdungerscheinungen.

 

WOW oder?!

 

Ich gehe so oft es geht mit meinen Klienten zum Coaching an die frische Luft. Ein Gang um den Weiher hinter meinem Atelier ist wunderbar geeignet, um sich warmzulaufen und erste Erkenntnisse zu sammeln. Mit diesen können wir dann hinterher prima im Atelier der Möglichhkeiten weiterarbeiten. Vor ein paar Tagen habe ich eine Mediation in den englischen Garten gelegt und mir von frischen Kastanien assistieren lassen.

Und wusstest du, dass achtzig Prozent aller kreativen Ideen und Problemlösungen außerhalb des normalen Denkprozesses und der gewohnten Umgebung entstehen?! Bringen wir uns in Bewegung, zeigen sich uns andere, kreative, unerwartete Lösungen und Möglichkeiten.

Bionik ist ein gutes Beispiel dafür.

So, wer nun noch immer nicht wie ich ein Riesenfan von Mutter Natur ist, für den ein paar Perspektiven der letzten Tage.

 

Minden im englischen Garten img_4346 hinterm Deich kurze Pause am Watt Weitblick an Kohlfeld - Erfurt

Ich werde mich jetzt kuschelig anziehen, und noch eine Runde um den Weiher gehen.

 

In diesem Sinne

 

bleibt kreativ!

 

Eure Birgit, Künstlerin und Muse

 

 

aller-anfang

11. September 2016
nach Birgit
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Wort zu verschenken

Heute mal aus aktuellem Anlass kurz und knackig!

 

Allüberall höre ich immer wieder, wie Menschen sich ihre Meinung über sich in den Kopf hämmern:

Ich bin …

ich kann…

ich war immer schon…

 

STOP!

 

Du bist heute was du gestern gedacht hast

Du bist morgen was du heute denkst!

 

Denkst du förderliche Gedanke über dich sein. GUT !

Bei allen anderen grätsche ich gern nach erfolgter Einladung 😉 hinein und biete ein Wort an. 4 einfache Buchstaben, die einen Unterschied machen und die die Tür öffnen für Veränderung. Na?! Neugierig?!

 

Ganz einfach!

 

Willst du etwas verändern, füge in deinen Satz ein

 

       NOCH

 

…. ich bin – noch – faul

ich kann – noch – nicht fliegen

ich bin – noch – morgens immer so müde

tbc

 

fühlt sich sofort besser an und wirkt! Versprochen

 

beim nächsten Mal schreibe ich darüber, wie du mit deiner Wirbelsäule deine Gedanken ändern kannst

 

in diesem Sinn

bleiben Sie kreativ

 

Birgit Dierker

mit Ideen für 10 Leben

Zukunft Entwicklung

11. August 2016
nach Birgit
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Zukunftsfähigkeit: Es reicht nicht, zu wissen

The greatest danger in times of turbulence is not the turbulence―
It is to act with yesterday’s logic.

Peter Drucker

Wie geht Zukunft? Wie wird man zukuntfsfähig? In Zeiten voller Verunsicherung und Wandel erlebe ich in sehr vielen Organisationen neben dem Wunsch nach Erneuerung vor allem eins: Widerstand. Sobald die Unternehmen merken, dass etwas wirklich Neues kommt, kommt eine Liste mit Einwänden.

Mit diesem „Wasch mich, aber mach mich nicht nass“ Denken kommen wir nicht weiter.

Das mit dem Fisch

Gern wird behauptet, die Mitarbeiter seien schuld, weil sie Widerstand gegen Veränderungen leisten. Doch seien wir mal ehrlich: wie würde jeder von uns reagieren, wenn man uns a) nicht in die Planung der Veränderung einbezieht und b) uns nicht die Rahmenbedingungen schafft, in denen wir uns für die Veränderung begeistern können?

Ein Hund kann die Angst bekanntlich riechen. Ein Mitarbeiter nimmt die Angst seiner Führungskraft genau so sicher wahr. So lange das Management die „wasch mich aber mach mich nicht nass“ Strategie fährt, transportiert es seine eigene Angst in die Kommunikation und ist somit kontraproduktiv für die Veränderung.

„Der Fisch stinkt vom Kopfe her“ – sagt man dazu bei uns im Norden.

Streicheleinheiten

Was in den meisten Veränderungsprojekten zu kurz kommt, ist das Anerkennen des bereits Erreichten. Weil jahrelang propagiert wurde, man müsse nur eine gute Vision haben, guckt kaum einer wertschätzend auf den Status Quo. Zukunftsfähigkeit resultiert ganz sicher nicht aus Innovationen allein, Zukunftsfähigkeit braucht einen Rückgrat, der in der Vergangenheit gebildet wurde.

Und weil nun diese Erkenntnis schon mehrere Köpfe aufgesucht hat, sind zahlreiche neue Methoden entwickelt worden. So arbeitet man zum Beispiel in der Appreciative Inquiry ausschließlich mit dem Blick auf das Gute in der Situation. Zukunftsszenarien werden entwickelt, indem man das Gute noch größer macht, statt auf Mangel und Fehler zu schauen. In der Praxis erleben die meisten diese Art von Fokus als verwirrend, weil wir für so viel Gutes nicht vorbereitet sind und uns anscheinend „Muskel“ im Gehirn fehlen, den Blick auf das Gute zu richten, ohne in die „nicht geschimpft ist Lob genug“ Mentalität zurück zu fallen und somit ist auch das kontraproduktiv für die Veränderung.

Betroffene verantwortlich machen

Früher hieß es „man muss Betroffene beteiligen“. Das führte meistens dazu, dass tonnenweise Kommunikationsmaterial verschickt worden ist. Workshops und Vollversammlungen fanden statt, damit bloß keiner sich beschweren kann, man hätte ihn nicht eingebunden in den Veränderungsprozess.

Was am Ende blieb, wissen wir. Im Durchschnitt sind nur 35% der Veränderungsprojekte erfolgreich. Die Gründe hierfür werden immer wieder untersucht, ohne dass es an dem Ergebnis etwas ändert. Dabei gäbe es so viele Möglichkeiten, Dinge neu anzugehen und eine Veränderung anders zu gestalten als es bisher geschah. Zukunftsfähigkeit wird dabei eine Verwandte von Nachhaltigkeit.

Wie wäre es?

Wie wäre es zum Beispiel, wenn nicht das Management für den Erfolg verantwortlich ist, sondern das gesamte Team? Wenn jeder einen Teil des Unternehmenserfolgs verantwortet, fangen die Gehirne an, anders zu denken. „Was brauchen wir, um erfolgreich zu sein?“ ist eine kraftvolle Frage. Und dann verwandelt sich auch die Rolle der Führungskraft vom „Überbringer der bösen Nachrichten“ zum Rahmengeber, Unterstützer, Coach und Verbündeten. Eine neue Kultur der Veränderungsbereitschaft entwickelt sich.

Die Voraussetzungen dafür sind gut: 84% der deutschen Angestellten sind überzeugt, dass ihre Führungskräfte ihre Arbeit überwiegend richtig machen. Dies ist Ergebnis der repräsentativen Forsa-Studie „Was ist richtig?“, die im November 2015 unter rund 1.000 Mitarbeitern durchgeführt wurde (Quelle: Haufe Akademie). Gleichzeitig ist klar, dass nur Organisationen, die bereits einen bestimmten Level der Entwicklung erreicht haben, mit solchen „Experimenten“ vorankommen. Und es ist zu vermuten, dass nur solche Organisationen auf lange Sicht zukunftsfähig sind.

Inspiration

In einer Zeit, wo die Technik uns immer deutlicher begleitet, wissen wir immer noch nicht, wie viel unseres menschlichen Potenzials ungenutzt bleibt. Wir optimieren Prozesse und Organigramme, erfinden neue Modelle für bereits bekannte Phänomene. Reicht das? Oder werden wir von der Dynamik und der Komplexität des Neuen überrollt?

Viele Fragen schwirren im Raum:

  • Wie lange wird es noch Organisationen geben?
  • In welche Richtungen entwickeln sich Unternehmen?
  • Mit welchen Modellen kann man diese Entwicklungen strukturieren und greifbar machen?
  • Wie können wir der Komplexität standhalten?
  • Was können wir tun, um Personen und Organisationen anhand des vorgestellten Modells weiterzuentwickeln?

Wir wissen mittlerweile so vieles über Wandel und Veränderungen, doch aus irgendeinem Grund scheint uns dieses Wissen nicht zu helfen. Vielleicht beschäftigen wir uns mit der falschen Seite der Medaille?

Zukunft Handeln BusinessMusen

Handlungsimpuls

Versuchen Sie, eine wertschätzende Bestandsaufnahme Ihrer Organisation in Bezug auf folgende Themen zu machen:

  • Zukunftsfähigkeit
  • Entscheidungsfindung
  • Belohnungssysteme
  • Führungsverständnis
  • Definition von Erfolg
  • Kommunikationsmuster
  • Werte
  • Rolle der Nachhaltigkeit
  • Akzeptiertes Verhalten
  • Lernkultur
  • Stellenwert von Kunden
  • „blinde Flecken“

Wertschätzend heißt, mit Liebe und Achtung zu dem, was bereits da ist. Weil es eine ungewohnte Betrachtungsweise ist, braucht es vielleicht ein paar Anläufe.

Wie geht Zukunft?

Es ist nicht genug, zu wissen, man muss auch anwenden; es ist nicht genug, zu wollen, man muss auch tun.

Johann Wolfgang von Goethe

 

 

Ihre Birgit Dierker,

Bilderquellen: Unsplash, Wikimedia

Dieser Beitrag ist in Zusammenarbeit mit Nadja Petranovskaja entstanden und ursprünglich auf wirdemo.de (Initiative Wirtschaftsdemokratie) erschienen.

stuhl

4. April 2016
nach Birgit
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Palma und was das mit Durchhalten zu tun hat

Wer sich in dem, was er ist, nicht ausdrückt, verpasst die Möglichkeit zu erkennen, wer er ist.“ – Bieri

Heute ein paar Gedanken zu einer Zutat, die für das Gelingen eines erfolgreichen Lebenskunstwerkes von entscheidender Bedeutung ist.

Gern wird sie übersehen, ignoriert oder auch umgangen.

Der treue Leser meines Blogs kennt meine Begeisterung über den kreativen Prozess. Die Freude am Schaffen, der immer wieder wichtige Hinweis auf die so unerlässliche Phase der Inkubation..

Genau

Nichts tun

Entfremden

Duschen

Oder eine Tasse Tee trinken

So weit, so gut

Doch wenn dann die zündenden Idee auftaucht, die Intuition spricht, dann, ja dann kommt die Umsetzungsphase, und daran scheitern so viele. Dann ist eine entscheidende Zutat gefragt

Durchhaltevermögen

Dazu eine kleine Periode aus meinem Leben.

Ich bin gestern aus Palma zurückgekommen. Menschen, die mich schon lange begleiten wissen, wie lange auch diese Facette meines Traums in meinen Gedankenbildern präsent war.

Bereits vor 15 Jahren habe ich das erste Mal sehnsuchtsvoll meine Nase an den Fenstern DER Galerie plattgedrückt. Dort würde ich gern meine Bilder zeigen! Unvorstellbar noch!

Nun, viele, viele Jahre später, gehen meine Arbeiten auf die Reise, Ihnen wird ein schönes Plätzchen eingeräumt und sie werden mit dem schönen Gefühl verpackt, das sich einstellt, wenn Träume wahr werden, das eigene Leben aufgeht und alles einen Sinn gibt.

Immer habe ich bei meinen Besuchen auf der Insel, einer meiner liebsten Plätze, kleine Samen gesät und sie immer wieder gegossen. Nun durfte ich reichlich ernten und bin sehr dankbar, nicht nur von der Galerie ausgewählt worden zu sein, sondern mit Vivian Borsani auch noch eine Künstlerin getroffen zu haben, mit der ich nun eine 4 wöchige Ausstellung im Santa Catalina-Viertel eröffnet habe. Die Vernissage war großartig und ein voller Erfolg.

So ist das mit dem Erfolg, er erfolgt.

Den Boden bereiten, säen , ernten.

Immer mal wieder begegnen mir Aussagen, die sofortiges Glück, sofortige Zufriedenheit versprechen. Coachingausbildungen, die dich nach nur einem WE qualifizieren, mit den Systemen anderer zu arbeiten. Das ich persönlich nichts davon halte und mein Straße zum Glück schon sehr lang ist, ist meinem Lebenslauf zu entnehmen.

Es gibt keinen Plan von unserem Leben, aber du kannst Träumen

Den Boden bereiten

Säen

Ernten

Und dann FEIERN

Gern unterstütze ich dich in den inspirierenden Räumen meines Ateliers dabei, DEINE Träume zu verwirklichen, oder auch einfach wieder zu träumen.

Warum ich Palma so liebe?! unschwer zu sehen 🙂

in diesem Sinne

bleibt inspiriert!

Eure Birgit

PS:  mehr Bilder gibts auf Instagram

Blütenweg Fischernetzfarben ins meer rooftop rooftopgaudi stuhl

CYY-148

15. Februar 2016
nach Birgit
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Sprachlos

Mein Plädoyer für mehr Kommunikation ohne Worte und warum mir Zahlen bei der Erklärung helfen, doch zuerst:

Ich sollte es wieder tun!

Durch die Komplexität meiner Emotionen entstanden, Ausdruck des eben NICHT Aussprechlichen. Und trotzdem sollte ich es wieder tun!

Ein Bild sagt doch mehr als tausend WORTE ?! Kurz kramte ich im Wortschatz zwischen meinen Ohren herum, weil mein brav auf:

du musst eine Frage, die dir gestellt wird, beantworten-konditionierter Verstand sofort ansprang, doch:

Zack! Ein zweiter Impuls! Es tat sich mir die SCHATZTRUHE all dessen auf, was ich in den letzten Jahren intensiv und mit viel Selbsterfahrung gesammelt habe. All das Wissen, das wir ICHWILLABERVERSTEHENMENSCHEN alles durch den Diener unseres Verstandes, der Sprache ausdrücken wollten.

UPS- ein (bei mir) gänsehautaufstellender, leidenschaftlicher Vortrag drohte sich den Weg aus meinem Mund zu bahnen. Zack, der nächste Impuls lies mich gerade noch rechtzeitig stoppen! Ich zog stattdessen die Mundwinkel hoch und fragte: Was sehen Sie denn darin?

Zack! Pariert! Wer fragt führt!

Doch einmal getriggert, will ES raus. So sind hier also mal wieder ein paar Gedanken über das warum, wie und überhaupt.Wenn sie brav lesen, belohne ich sie mit einer Geschichte……

ups zu spät..den vollständigen Artikel finden Sie demnächst im Buch wieder

in diesem Sinne

bleiben Sie inspiriert!

Ihre Birgit Dierker

 

 

 

 

 

 

seifenblase

18. Oktober 2015
nach Birgit
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Das „AU ja“-Prinzip und die Freude am Loslassen

Zurück in Hamburg, nach einer wundervollen Malwoche in Worpswede, einem kleinen Ausflug in die Welt ohne Farbkleckse an der Kleidung nach München und Frankfurt und einem schönen Atelierworkshop gestern, erwartet mich nun vor meinem Fenster eine neue Farbkomposition. Wurde doch quasi über Nacht der Kanon an Grüntönen vor fröhlichem Himmelsgrau, zu einem satten Leuchten von Ocker, Gelb und Brauntönen. Der geneigte Leser spürt…ich bin noch immer nicht ganz aufgetaucht…

Aufgetaucht aus einem Atelier voll unterschiedlichster Farben und kleiner Materialschlachten, mit Liebe und Lust am Experiment ausgetragen. Eine Woche voll Stimengwirr, geschäftigem Gesurre, vereinzeltem Lachen, gemeinschaftlichem Tränenlachen und plötzlicher, fast meditativer Arbeitsphasen in denen der Fall einer Stecknadel laut gewesen wäre.

Eine Woche, in der mal wieder alle meine Theorien und Erfahrungen mit Gruppen, der positiven Kraft des Sich-einlassens, des gegenseitigen Annehmens auf das Wunderbarste bestätigt wurden. Und, tadada… ich habe die Grundprinzipien des Improvisationstheaters kennengelernt:

  • Das „Au ja*-Prinzip: Spiel-Angebote annehmen statt blockieren
  • Scheiter heiter – die Lust am Scheitern
  • Statusarbeit: Hoch- und Tiefstatus erleben
  • Teamplay versus Alleinspiel
  • Im Moment sein, statt originell sein wollen
  • Die eigene Wahrnehmung schärfen und zuhören
  • (Selbst-) Vertrauen statt Kontrolle  (so zu lesen auf der Seite der Improschule Hamburg)

Darüber, dass jeder Mensch einen Schatz in sich trägt, habe ich ja an vielen anderen Stellen ausführlicher geschrieben. Es gab VIELE Schätze zu sehen in den letzten Tagen und eben einer davon war Sibyllle mit ihrer Leidenschaft für Improvisationstheater, einer Spontansession mit allen Teilnehmern auf dem Hof vor dem Atelier, Assoziationsketten und der Klugheit in diesem spielerischen Tun. Das hat mich total angesteckt, passt es doch so wunderbar zu dem, worum es auch mir geht!

wwHach und wieder möchte ich dieses wundersame Elixier der Kreativität, des fehlerfreundlichen Übens, des akzeptierenden Austausches, der Offenheit, in eines meiner kleinen Sprühfläschchen füllen um es in Runden zu sprühen, in denen Freiheit des Denkens für einige noch immer bedrohlich scheint. Den ersten Schritt ins Land der Potenzialentfaltung erleichtern…

Nun gut…diese Essenz gibt es noch nicht, also werde ich weiter gemeinsam mit den vielen anderen die schon vom Möglichkeitenvirus infiziert sind, ausschwärmen um anzustecken.

Ach ja, meine Sprühfläschchen, der Renner in jedem Workshop 🙂

Doch hebe ich nun mal den Blick von meinem Bildschirm und schaue noch einmal auf die Farbenpracht vor meinem Fenster. Und auf die gelbbunten Blätter, die der Wind vom Baum weht und die mit einer Leichtigkeit an mir vorbeisegeln, dass ich aufspringen möchte. Jedes Jahr aufs Neue, schmückt sich der Baum in einem fulminanten Farbspektakel um dann klaglos diese Blätterpracht loszulassen. Ob es das tiefe Vertrauen, das Wissen um die Kraft des Frühlings ist ?! Die Vorfreude auf das noch junge, frische helle Grün? Auf jeden Fall höre ich den Baum nicht seufzen und klagen.

Also ich lasse mich so gern von der Natur inspirieren? Wie geht es Ihnen?

Was gilt es loszulassen?

Welches der wunderbaren Prinzipien des ImproTheaters, zu üben ? Letztendlich ist das, was wir hier so tun, doch auch nix anderes, oder?!

 

In diesem Sinne

bleiben Sie inspiriert¡

Ihre und Eure Birgit Dierker

HALT ! bevor ich es vergesse! Wer einen wirklich besonderen Start feiern möchte…im Oktober gibt es für das CREATE YOUR YEAR einen Frühbucherpreis

…das erste Drittel großartiger Teilnehmer ist schon zusammen! Bist du dabei?

 

Einmal Biennale und zurück

7. Juli 2015 nach Birgit | Keine Kommentare

 

Da bin ich wieder! Eine Woche Venedig!

Gehirn voller Eindrücke! Zeit für ein kurzes Résumé der letzten Tage.

Aber zum Aufwärmen, ein paar Impressionen von diesem verzauberten und verzaubernden Ort, der mich jedes Mal wieder total berührt!

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Es ist, als tauche ich in ein Bild. Realität und Wirklichkeit verschwimmen und spätestens bei der nächtlichen Fahrt auf dem Canale Grande, dieses Mal beleuchtet von einem vollen Mond, umgeben von singenden Gondolieri, der Farbigkeit der Pallazi und dem bunten Gewimmel von Vaporetti, Taxi und allem was sonst noch so Platz hat oder sucht, sind bei mir die Schleusen geöffnet! Ich bin berührt…tauche tiefer ab in die Farben und den einzigartigen Charme dieser Stadt.

 

 

 

 

 


 

 

 

Pittoresk, jeder Blick ein Foto wert…wert festgehalten zu werden. Ja, so denken sie wohl alle. An wenigen Orten sieht man so viele Menschen mit Bildeinfanggeräten vor der Nase, über dem Kopf oder auch auf diesen grässlichen neuen Selfiestangen.  An jeder Ecke statten Fliegende Händler (auf die ich später noch im Zusammenhang mit dem Deutschen Pavillion zurückkomme)  diejenigen, die noch nicht mit eigener Teleskopstange reisen, für ein paar Euro gern aus. Die Selfiestange! Nichts dagegen, mal ein Foto aus dieser sicher sehr reizvollen Perspektive zu schießen. Wie bizzar wirken nun aber diese vielen Menschen, sich um sich selbst drehend, auf der Suche nach der perfekten Selbstinszenierung. Wild kreisend unter dem ausgestreckten Arm, um möglichst gut abgelichtet zu werden. Eine eigene Kunstform vielleicht ;-)?!  Ist es nicht mehr angesagt, jemandem zu bitten ein Photo zu machen?! Immer freundlich sind die Reaktionen und es haben sich schon tolle Gespräche daran angeknüpft.

 

 

 

FullSizeRender-5Ich hätte mir übrigens so manches Mal mehr von diesen Schildern gewünscht

 

Ich habe mir in den letzten Tagen immer mal wieder die Frage gestellt, wie viel Millionen Fotos hier wohl täglich gemacht werden?! Dachte an einen meiner Künstlerlehrer der mich bei jedem Bild gefragt hat: „Überleg dir, ob dieses Bild die Welt bereichert . Macht es einen Unterschied?“

Gilt das wohl für Fotos auch?! Aber vielleicht wird die Knipserei ja bald weniger, wenn das Urheberrecht, wie aktuell im EU-Parlament diskutiert, auch auf Bauwerke ausgedehnt wird. Nicht jeder wird Lust haben, sich vor der Veröffentlichung seines Selfies vor dem Dogenpalast die Genehmigung des Architekten einzuholen 😉

 

 

Ich habe dieses Mal am Lido gewohnt. Eine bewusste und wie sich zeigte gute Entscheidung, um nicht die ganze Zeit im Trubel zu sein. IMG_2833 Und der Weg übers Wasser hin und zurück, gestattet es den vielen Eindrücken sich in Ruhe  schon mal etwas setzen zu dürfen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Nun aber zum Hauptakteur meiner Reise..der 56ten Biennale mit dem Titel

„All the worlds futures „

Unter dieser Überschrift hat Okwui Enwezor die Künstler arbeiten lassen. Und mein Eindruck nach diesem Augen- Ohren- und Körperbad: Es wird nicht besser! Jedenfalls aus der Sicht der Künstler.

Bedrückende Installationen, entmenschte Szenarien einer virtuellen Zukunft. Die Frau ausgebeutet und diskriminiert.

Ja, Kunst soll wachrütteln, anregen, aufMERKsam machen. Trotzdem habe ich mich in den letzten Tagen das ein oder andere Mal gefragt, ob es sich nicht eben dadurch auch manifestiert?!

Und Trotzdem! Ich bin beeindruckt!

Auch der Deutsche Pavillion hat mir dieses Mal sehr gut gefallen! Das Ungetüm, mit dem sich seit dem protzigen, monumentalen Umbau der Nazionalsozialisten 1938 die Künstler herumärgern müssen. Und nein, abgerissen wird hier nichts! Die Gebäude stehen unter Denkmalschutz 🙂

DIE FABRIK

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Der Haupteingang zugemauert, ein kleiner Treppenaufgang an der Seite freigelegt. In diesem Jahr stellt die Nutzung gleich mehrere Bühnen bereit. Mehr dazu auch hier..

Eine Fabrik der politischen Erzählungen und der Analyse unserer Bildkultur.

Für mich, einer der besten Beiträge, die 7 Monate dauernde Aktion von Olaf Nicolai, der auf dem Dach Bumerangs schnitzen lässt. Sichtbar werden die Akteure nur von Zeit zu Zeit, wenn sie an den Rand des Daches treten um ihre Wurfobjekte zu testen.

Jede Woche wandert dann eine Anzahl fertiger Objekte zu den fliegenden Händlern und entziehen sich damit der sofortigen Umwandlung in rentable Kunstobjekte. Wunderbar!

Schattenökonomie unter gleissender Sonne. Nicht sichtbar wer das Produkt herstellt und wo es verbleibt.

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Eindrucksvoll auch die Installation im japanischen Pavillion. Dort hat die in Berlin lebende Japanerin Chiharu Shiota unter dem Titel „The key in the hand“ 180000 Schlüssel an roten Schnüren verknotet im Raum gespannt. Zuerst waren die Schnüre schwarz, aber das wirkte nicht so richtig. Also alles wieder ab und rote Schnüre her. Gut gemacht! Es hat sich gelohnt!

Der serbische Beitrag hat mir Pipi in die Augen gedrückt. Haufen Fahnen von nicht mehr existierenden Nationen…..darunter auch die Deutsche Demokratische Republik, Tibet und und und. Bevor der Künstler die Flaggen auf ihren Scheiterhaufen getürmt hat, sind ihre Farben ausblutend auf dem Boden verwischt worden.IMG_2524

Aber es gab auch so schöne Beiträge, wie die Leinwände, die an Schulen in aller Welt verteilt worden sind und dort als Unterlagen für Maltische dienten. So sind durch die Kinderhände in Überall, farbenfrohe, futuristische Bilder entstanden. Mutmachend, verbindend und kreativ.

 

 

Die Hauptpunkte der Biennale sind die Gardini und das Arsenale. Die Atmosphäre in den Gardini liebe ich ganz besonders. Ein guter Ort um einzusteigen in die Fülle der Kunst die sich hier bietet. Hier noch etwas verspielt und leicht, versöhnlich mit viel Natur und Traumblicken aufs türkisblaue Wasser. Auch sehr sehenswert sind die vielen collateralen Events die zumeist in den Pallazi rund um den Canale Grande stattfinden. Ich habe mir dieses Jahr sehr viele angesehen. Wie auch letztes Mal, hat mir der Palazzo Bembo besonders gefallen. „personal structures crossing borders“.

Doch auch ein Abstecher nach San Giorgio hat sich nicht nur wegen des tollen Ausblicks vom Glockenturm gelohnt!

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Sowohl die Armee der leeren Hüllen in Menschengestalt, die Magdalena Abakanowicz unter dem Titel „crowd und individual“ einem tierisch anmutenden Ding gegenübergestellt hat, als auch die Installation „Together“ von Jaume Plensa.

Das Stahlgitter, das sich beim näheren Betrachten als Gesicht zeigt, gegenüber die segnende Hand.

 

 

 

 

 

 

Und das Jackson Pollock einen Bruder hatte, der ebenfalls Künstler war und von dem es auch ein paar drip paintings gibt, weiß ich nun seit dem Besuch bei Peggy Guggenheim. Dort wird aktuell eine Retrospektive seiner Arbeiten gezeigt! Überhaupt, an diesen wunderbaren Ort voller Kunst habe ich eine ganz wunderbare Erinnerung, seit ich vor 2 Jahren Gast einer „Happy Spritz Party“ sein durfte  🙂

 

So, ein kleiner Eindruck! Ein klitzekleiner! Wer mehr möchte, dem empfehle ich eine Reise nach Venedig oder einen Besuch in meinem Atelier, das jeden Samstag geöffnet ist..und wenn ich nicht grad in der Welt herumreise gilt:

Der Künstler ist anwesend

Und eins noch: Für mich ist die Zukunft einladend, positiv und voller Menschen, die sich gegenseitig unterstützen IHR POTENZIAL, den Künstler in sich zu leben!

bis bald

Deine/ Ihre Birgit Dierker, inspiriert!

PS: wie immer gilt, finden Sie Fehler? Mag sein! Ich denke in Bildern

 

 

Diese Galerie enthält 25 Bilder

Flieger

25. Juni 2015
nach Birgit
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UNbusiness Travelling

Business kommt von busy

Busy sein heißt:

Bildschirmfoto 2015-06-25 um 09.00.01

Ich war die letzten Wochen sehr viel unterwegs.

Heute eine Moderation in Hannover, morgen ein Coaching in Stuttgart, München, Baden-Baden und dann wieder ein Team irgendwo im Norden Deutschlands im Change zu unterstützen and so on…

Fragen stellen, Situationen abbilden, Geschichten erzählen, Bilder malen, Lösungen finden. Unzählige Möglichkeiten für eine neue Sichtweise, neue Perspektiven, Inspiration. Das Tun, wozu ich hier bin. Andere unterstützen IHR Potenzial zu leben.

Prof. Martin Seligman, einer der weltweit führenden Glücksforscher und treibende Kraft bei der Entwicklung der Positiven Psychologie empfiehlt, die eigenen Stärken – er nennt sie Signaturstärken – gut zu kennen und dann möglichst Tätigkeiten nachzugehen, in der man die eigenen Signaturstärken möglichst oft einsetzen kann.

So habe ich kräftig auf mein Glückskonto eingezahlt!

Ich liebe das ebenso wie meine „Eremitenzeit“ im Atelier, wo ich dann all die Eindrücke verarbeite und mit meinen Leinwänden bespreche 🙂

Doch erst einmal reise ich und genieße! Geht es Euch auch so, dass Ihr so wunderbare Menschen überall trefft?!

Ich erlebe, dass ich schon morgens auf dem Weg zum „rote-Augen-Flieger“ mit dem Taxifahrer ein so gehaltvolles Gespräch führen darf, dass wir uns spontan zum Abschied umarmen.

Oder in Stuttgart, dem Airport der immer am chaotischsten ist.

Ein freundlicher, BusinessVagabund-Kollege, den ich beim Teilen einer Steckdose kennengelernt und mit dem ich die Wartezeit auf den verspäteten Flieger mit einer spontanen Aufstellung einer beruflichen Situation mit Löffel, Zuckerdose und Macarons verbracht habe.

Oder auch der Präsident einer Kirchengemeinde. Wir haben bei einem unfassbar schönen Sonnenuntergang hoch über den Wolken, der mir (wie eigentlich immer) die Tränen der Be-Rührung ins Auge trieb, über Haltungen und Einstellungen philosophiert.

So viele Geschichten! So viele wunderbare Menschen in den letzten Wochen!

Besonders auch der Tag, an dem die Germanwingsmaschine zwanzig Minuten über meinem Lieblingsheimatflughafen kreiste und wir aufgrund des Sturms nicht landen konnten, mir bei dem Gewackel ganz schwummerig wurde und wir dann in Hannover gelandet sind. Per Blickkontakt mit einem (vorher) Fremdem Sitznachbarn dann eine spontane Taxireisegruppe nach Hamburg gebildet. Das 16-jährige Mädchen, das zwischen uns saß und zum ersten Mal flog, haben wir für den Moment adoptiert und sie hat die Reisegruppe vervollständigt. Ich habe sie in Hamburg persönlich abgeliefert und ein paar Tage später einen 2 DinA4 Seiten langen Brief bekommen…voller Herzchen und Smilies  🙂 🙂

Welcher Schatz an wertvollen Augenblicken! Und: Ja, ich hätte auch darauf schauen können, wie anstrengend das alles ist. Hab ich aber nicht! Hatte ja die Wahl…

In den letzten Wochen hat sich für mich wieder einmal bestätigt:

Es ist nicht wichtig ist WAS du tust, sondern WIE du es tust.

 Du hast nicht immer Einfluss auf das WAS geschieht, aber immer darauf, WIE du damit umgehst.

So…und was mach ich jetzt mit dem Begriff Business ???!!!! Schau noch mal auf die Definition am Anfang

Ich hatte viele Aufgaben. Hatte aber auch viel Zeit. Genau die Zeit die ich benötigt habe.

Ich war beschäftigt, aber es war auch wie Urlaub.

Mmmhmmm… Sollten wir also den Begriff Business neu definieren?! Wenn er doch von einem Wort abgeleitet ist das Hektik, Stress und Zeitmangel bedeutet???!!!

Nomen est omen, oder?!

Vielleicht würden die unheimlich wichtigen Männer dann warten bis sie aus dem Flieger raus sind um ihre unheimlich wichtigen Telefonate zu führen und nicht schon loslegen, wenn die Reifen noch rollen.

Ich packe jetzt mal wieder, mache mich auf den Weg zur Biennale nach Venedig und freu mich wie Bolle! Benvenuti a Venezia.

Bin so gespannt, was Herr Okwu Enwezor und die 136 internationalen Künstler unter der Überschrift „All the world´s Future“ zeigen. Er möchte übrigens mit seiner Ausstellung die Besucher entschleunigen 😉

Wer mich auf meiner Woche mit viel Kunst oder auch sonst begleiten möchte, hier gibt’s Fotos von unterwegs

auf bald

Ihre/Eure Birgit Dierker

Künstlerin und BusinessMuse

PS: und wie immer gilt: Findet ihr Rechtschreibfehler…ich denke in Bildern 😉

 

 

Strandich

6. April 2015
nach Birgit
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Mein Opa Willy und der Flohzirkus

Mein Opa Willy konnte auf den Händen durch die Backstube laufen!

Mein Opa Willy konnte zaubern!

Ich war immer ganz aufgeregt, wenn er mit mir zu dem Schrank ging, wo ER aufbewahrt wurde. „Bitte! Ich möchte es nochmal sehen!“.

Dann holte er eine runde Schachtel aus dem Schrank im Flur, machte sie auf, schlug einen Ring auf seinen Handrücken…und Zack! ein Zylinder sprang auf! Ja, ja…es war ein chapeau claque! Aber für mich war es Zauberei und die Dramaturgie meines Großvaters die perfekte Bühne.

Mein Opa Willy war Bäcker. Mein Kopf und mein Herz sind voller Kindheitserinnerungen an die Backstube, die großen Kupferkessel, die Gesellen, die so viel Blödsinn mit mir gemacht haben und: Tadadaaaaa: DIE Mehlrutsche! 2 abenteuerliche Kurven, die den Mehlboden mit der Backstube verbunden haben und die ich, nicht viel größer und schwerer als ein Mehlsack, rutschen durfte so oft ich wollte! Der ganz besondere Duft ist noch immer sooo präsent! Klar, Erlebnisse, die wir mit Gefühlen verbinden, erinnern wir besonders gut.

Aber mein Opa Willy konnte nicht nur zaubern und auf den Händen laufen, er konnte auch meine Superkräfte locken.  Er fuhr damals  mit seinem kleinen Citroen, 2-Sitzer mit Pistolenschaltung, vollbepackt mit gut duftenden Brötchen, Brot und Kuchen auf Tour. Kuddel, auf diesen Namen „hörte“ der kleine Franzose, hatte keine Gurte. Das gab es damals nicht. Hinten sitzen auch nicht, da war ja das Brot. So kletterte ich also auf den Beifahrersitz wenn ich mitfahren durfte und war die Königin! Die Bäckerei meines Großvaters lag am Westerberg. Ok, ich spreche von Osnabrück, der Westerberg ist also eher ein kleiner Hügel, aber immerhin ging es steil bergauf.

Ab und zu nun, hat doch der Kuddel diese Steigung partout nicht geschafft! Langsam …..ganz langsam rollte er dann wieder rückwärts. Damals gab es wohl noch nicht so viel Verkehr.

„Du musst schieben! Schiiiieeeeben!“ forderte mein Opa mich auf…und ich?! ICH GAB ALLES!! Stand am Armaturenbrett und schob und drückte was das Zeug hält! Und ob ihr es glaubt oder nicht, ich hatte die Kraft, das Auto den Berg hochzuschieben! SO!

Na gut, heute kenne ich die Physik etwas besser und könnte jetzt im Nachhinein sagen, mein Opa hat mich kräftig auf den Arm genommen, aber ich bin ihm Dankbar! Von Herzen! Für das Selbstvertrauen und den Spaß den ich durch und mit ihm hatte!

Warum schreibe ich das?! Ich habe eine Erfahrung davon, was es heißt, Menschen etwas zuzutrauen!! Sie können Autos den Berg hochschieben oder Berge versetzen! Doch wie oft erlebe ich Menschen, die andere klein machen, die sagen, die will das nicht, die kann das nicht, die ist stur usw…..oder Eltern, die ihre Kinder nicht bestärken. Oder einfach uns, die wir uns ständig im Geiste aufzählen, was wir eben NICHT können…

Wenn ich, wie letzte Woche in München, mit einem Team auf Potenzialschatzsuche gehe, arbeite ich gern mit Metaphern, Geschichten. Bildern eben! Das funktioniert gut. Bilder sind die schnellste ART der Kommunikation, sie werden schnell verstanden und ein Gefühl gibt’s oft auch noch dazu.

Letzte Woche also, habe ich unter anderem erzählt, wie Flöhe für den Flohzirkus dressiert wurden. Früher, als es noch Menschen gab, die mit einem ganzen Flohzirkus im Koffer umherzogen. Flöhe springen hoch! 50 cm so sagt man…Eigentlich! Denn um sie am weghüpfen zu hindern beschränkt man die Höhe des Sprungs durch einen Deckel auf dem Glas. Da hüpfen und hüpfen sie nun also gegen und irgendwann…na???!!! Ja, leider richtig! Wenn der Deckel ab ist, hüpfen sie nicht weg! Sie haben einfach vergessen, dass sie es können. Kleines Gehirn, kurzes Gedächtnis vielleicht?! Nein, sicher nicht, denn ich mache immer wieder die Erfahrung, dass wir Menschen uns auch an die Deckel auf dem Glas gewöhnt haben.

Darum lasst uns Deckel  lüften, über den Rand malen, groß denken und gemeinsam mit anderen weiter hoch hüpfen! Vielleicht hüpfen wir hier zusammen?

Im Frühjahr möchten wir übrigens immer besonders gern und besonders hoch hüpfen 🙂

also allen ein fröhliches Hüpfen, Malen und Rutschen

Eure Birgit, inspiriert!

und danke Opa!!!

 

altefrau:jungefrau

5. März 2015
nach Birgit
3 Kommentare

Mach dir doch ein Neues Bild

In meiner Arbeit geht es oft um Sichtweisen.

Sichtweisen die hilfreich sind

Sichtweisen die neue Möglichkeiten zeigen

Sichtweisen die behindern.

Wir Menschen nehmen selektiv wahr. Wenn du jetzt denkst: das ist aber unpraktisch hast du Recht. Wenn du jetzt denkst: Das ich aber praktisch eben auch.

So einfach ist das!

Verstanden?

Oder auch: wenn du auf dem Bild eine alte Frau siehst, hast du Recht. Wenn du eine junge siehst eben auch.

altefrau:jungefrau

Zu mir kommen Menschen, denen das aktuelle Bild ihres Lebens gerade nicht gefällt.

Im wertfreien Spiegel von Fragen oder Übungen wird dann sichtbar, durch welche Brille dieser Mensch

–            andere

–            sich selbst

–            seine Welt sieht.

eben: seine persönliche Sichtweise oder auch sein Bild von der Welt.

Wenn erkannt wird, welche Alternative es auch gibt, ist der AHA MOMENT oft überraschend. Einmal erkannt, ist dann die Tür für etwas Neues offen.

Es gibt dann die, die über ihre Sichtweise Recht behalten möchten und weiter bei Problemen die Umstände oder oder oder verantwortlich machen.

Es gibt die, bei denen Tränen der Erleichterung fließen oder die, die sich freudig auf den Weg machen, um die neue Landkarte zu erforschen.

Oder auch: Wenn dir nicht gefällt was du siehst: Mach dir einfach mal ein neues Bild!

Einfach gesagt, oder?! Springen wir zu diesem Thema mal kurz in mein Atelier um zu schauen, was hier hilft…

ups zu spät..den vollständigen Artikel finden Sie demnächst im Buch wieder -05/16

Ansonsten: Mach dir mal ein Neues Bild von dir!

Oder sprich mich an

Der nächste Workshop rund um das Thema innere und äußere Bilder am 7.3. ist zwar schon ausgebucht, aber am 30.04. gibt es den nächsten. Hast du Lust auf einen gemeinsamen Farbentanz in den Mai ?!

Ich freue mich darauf, DICH kennenzulernen

bis dahin alles Bunte

Birgit Dierker, inspiriert